Die Bedeutung von Hautschutz wird sowohl auf Führungsebene wie auch bei den Mitarbeitern aber oft unterschätzt. Dabei liegt es buchstäblich auf der Hand: Wo die Haut regelmäßig großen Risiken und Belastungen ausgesetzt ist, muss ein umfassendes betriebliches Hautschutzprogramm her. Am besten holen sich Unternehmen dazu fachmännische Unterstützung.

Im Jahr 2016 gingen bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) insgesamt rund 75.000 Verdachtsanzeigen für Berufskrankheiten (BK) ein. 40.000 Mal wurde der BK-Verdacht bestätigt. Allein 29.000 Verdachtsanzeigen und 4.300 Bestätigungen entfielen auf Hautkrankheiten. Eine erstaunliche Zahl, die deutlich macht, wie wichtig beruflicher Hautschutz ist.

Speziell Mitarbeiter in der Industrie tragen ein besonders hohes Risiko, an einer sogenannten Berufsdermatose zu erkranken. Die Ursachen sind vielseitig´: Feuchtarbeit, Kontakt mit Allergenen und Schadstoffen, UV-Strahlung sowie häufige Hautverletzungen. Allen gemein ist, dass sie diesen Belastungen im Arbeitsalltag kaum entgehen können, ihre Haut demzufolge auch keine Gelegenheit bekommt, sich zu regenerieren. Was als kleine Wunde oder Rötung beginnt, zieht im schlimmsten Fall die Arbeits- oder Berufsunfähigkeit und damit für den Arbeitgeber hohe Kosten nach sich.

Hautschutz muss ganzheitlich gedacht werden

Soweit muss es nicht kommen: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Haut zu schützen und ihre Regeneration zu unterstützen. Präventionsmaßnahmen können technischer, organisatorischer, persönlicher oder kosmetischer Natur sein: Arbeitgeber können zur Reduzierung der UV-Belastung schattenspendende Sonnensegel aufstellen, den Arbeitstag so organisieren, dass mittags in Innenbereichen gearbeitet wird, ihre Mitarbeiter zum Tragen von schützender Kleidung motivieren und entsprechende Sonnencremes ausgeben. In Betrieben mit Feuchtarbeit sollte ein geeignetes Sortiment an Schutz- und Pflegecremes zur Verfügung stehen. Wo es regelmäßig zu starken Verschmutzungen kommt, benötigen die Mitarbeiter verlässliche und hautverträgliche Reinigungsprodukte, um auf hautschädigende Hilfsmittel wie Aceton oder Handbürsten verzichten zu können. An der Verfügbarkeit der Mittel scheitert es nicht, wohl aber an der praktischen Umsetzung.

Zu einem Hautschutzprogramm gehört eine umfassende Strategie. Eine eindeutige Kennzeichnung  weist die einzelnen Produkte nach dem von führenden Dermatologen entwickelten Standard „Die 3 Momente des Hautschutzes“ festgelegten Zeitpunkten zu: Schutz vor der Arbeit, Schutz oder Pflege nach dem Waschen, Pflege nach der Arbeit.

Damit die „3 Momente“ wirklich in Fleisch und Blut übergehen, wird genau analysiert, wo die Spender angebracht werden müssen. Denn nur wenn Mitarbeiter den Hautschutz ohne Umstände und Beeinträchtigungen in ihren Tagesablauf integrieren können, ist er erfolgreich. Kommt ein Angestellter mit noch fettigen Händen an seiner Maschine an, wird das unweigerlich dazu führen, dass er früher als später auf das Auftragen der Creme verzichtet. Solche vermeintlichen Kleinigkeiten entscheiden am Ende des Tages über Erfolg und Misserfolg beruflichen Hautschutzes.

Einbeziehung der Mitarbeiter als Erfolgskriterium

Die Aufklärung und Einbeziehung der Mitarbeiter in die Installierung des Hautschutzprogramms ist unabdingbar. Zunächst müssen sie verstehen, wie sie von den getroffenen Maßnahmen profitieren und wie die zur Verfügung gestellten Mittel anzuwenden sind. Jeder Einzelne muss von der Notwendigkeit des Programms überzeugt sein und in die Lage versetzt werden, die Anweisungen zu befolgen. Hautschutz darf nicht als Last empfunden werden. Es ist daher sinnvoll, die Angestellten in die Umsetzung einzubeziehen, etwa als Projektleiter/in innerhalb ihrer Abteilungen, und ihnen Teilverantwortung für die Produkteinführung zu übertragen. Das stärkt die Identifikation und das Eigeninteresse am Erfolg des Programms. RAVE fungiert hier gerne als Ratgeber.

Quelle: VTH – Technischer Handel, Deb-Stocko Europe GmbH

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